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Innenleben

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Geht los jetzt

So wie's aussieht, bekomme ich nächste Tage Gerichtspost. Im Januar ist Scheidungstermin.
Mein Nochmann und ich verstehen uns gut und seit er auch wieder eine Freundin hat, ist alles super entspannt.
Laut seiner Anwältin spricht vermutlich auch nichts gegen eine "Blitzscheidung", da wir alle Güter schon getrennt haben, ich auch auf den Wagen und sämtliche Ausgleiche verzichte (will das nur fertighaben. An so einem Pillekram halte ich mich jetzt nicht auf, auch wenn ich nach der Trennung komplett bei Null anfangen musste.)
Hart werden bloß die Kosten. 1100€ muss jeder von uns mindestens blechen.

Freitag, 20. November 2009

Da hat er gut durchgehalten...

...der Held.
Gestern hatten wir nämlich unseren ersten Jahrestag. So lange hat er es schon mit mir ausgehalten. Seit knapp 3 Monaten wohnen wir zusammen und, sofern es ihm nicht anders geht als mir, sind uns noch keine rosaroten Herzchen abhanden gekommen.

Da wir an dem Tag unseres Kennenlernens auch gemeinsam beim Piercer waren (lange und lustige Geschichte), gab es auch gestern eine neue Dosis Kanüle. Allerdings nur für mich, der Held ist nämlich bereits "fertig". ;-)
Da bekam ich also mein 14. Piercing. Und habe "mein" Studio in Hamburg gefunden.

Anschließend bekam auch der Held das, was er wollte: 500g T-Bone-Steak! Wir waren nämlich im Blockhouse.

Hachja <3

Dienstag, 3. November 2009

Alter Geizknochen

Ich will hier niemanden als solchen beschimpfen. Ausgenommen mich selbst!
Nach langer, langer Zeit ist finanziell wieder etwas Luft. Bonus sei Dank. Der eine Arbeitskollege leistete sich eine neue tolle Digitalkamera, eine Kollegin einen neuen Fernseher, die andere Kollegin die Reperatur ihres Wagens. Und ich?
Ich habe dem Helden neue Schuhe gekauft. Schuhe, die er schon lange haben, sich aber nicht leisten wollte.
Und was habe ich MIR gekauft? Von MEINEM Bonus?- Na nix halt!
Ich bin zu geizig, mir selbst etwas zu kaufen. Das teure Parfum, welches ich mir immer von meinem ersten besseren Gehalt kaufen wollte, riecht jetzt vielleicht doch nicht gut genug, Ebooks sind noch nicht ausgereift, ein neues Handy noch nicht fällig, Klamotten sind doof, Bücher habe ich ja noch ungelesene und überhaupt: Nein. Neiiiiiiiiin.
Stattdessen habe ich mir ein Sparbuch angelegt, das Geld darauf gepackt und schaue es mir nun jeden Abend an und mache "eiei", damit's vielleicht mal mehr wird.
Das war schon immer so. Ich bin ein hoffnungsloser Fall.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Let it grow, let it grow, let it grooooow *sing*

Da, Foddos gemacht.
Haare. Schwarz. Lang. Und noch nicht ferig.
Weißes Hemd angezogen, damit die Haare zu sehen sind. Schwarz-auf-schwarz ist da immer wenig sinnvoll.
Augrund sonntäglicher Desastervisage habe ich die dann lieber liebevoll verstickert.

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Es wird langsam....

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Heimisch und anders werden

Da bin ich also von meiner ersten "Geschäftsreise" zurück.
Hamburg-Berlin-Görlitz-Bautzen-Magdeburg-Hamburg. Mit der deutschen Bahn in 3 Tagen.
Interessant das alles und mit Sicherheit auch mal eine Abwechslung, aber...
...aber eigentlich brauche ich grade keine Abwechslung. Eigentlich bin ich grade wunderbar zufrieden. Es ist so viel schon gewechselt, geändert, gelernt.

Ich werde mein erstes "richtiges" Weihnachten seit 10 Jahren feiern. Mit Keksebacken, Kakaokochen, Dombummel, Shoppen und Entspannung.

Ich habe, das erste Mal seit 10 Jahren als echter Kunde ein Buch gekauft. Mit Stöbern, ganz unvoreigenommen gewählt, ohne Rabatt bezahlt. Es war großartig!
Ich habe sogar keine Bücherstapel gradegerückt und kein Alphabet wiederhergestellt, keine anderen Kunden spontan beraten... ich war einfach nur Kunde.

Im Hotelbett gelegen und dringend nach Hause gewollt. Und festgestellt, dass mein Zuhause tatsächlich schon die Wohnung beim Helden in HH ist. Nicht Flensburg.

Das und so viel mehr.

Samstag, 3. Oktober 2009

Begegnung der dritten Art?

Morgen werde ich die Nochfrau des Helden kennenlernen. Sie ist in Hamburg und möchte den Kater besuchen. Etwas quatschen. Mich kennenlernen.
Wie ich das finden soll?- Weiß' nich' so recht.
Ich kenne sie bisher nur aus Erzählungen. Nicht nur aus denen des Helden, sondern auch aus denen anderer Leute, die sie kennen.
Sie ist eine sehr... "krasse" Person, glaube ich.

Bekannte: "Und, kennst du T. schon?"
Ich: "Nein, bisher nicht."
Bekannte: "Oooooooha! Na dann warte mal ab!"

Ich bin aktuell ein bisschen unsicher. Ich weiß, dass der Held sie nicht mehr will. Nach eigener Aussage nicht mal mehr weiß, was er an ihr je fand. Aber immerhin war sie mal der wichtigste Mensch in seinem Leben.
Das, gepaart mit den heftigen Geschichten über sie, verunsichert mich.

Hm. Ich weiß nicht.
Abwarten.

Sonntag, 27. September 2009

Immer Kind

Ich habe das Gefühl, man ist und bleibt immer Kind.

Man lebt sein Leben als erwachsener Mensch. Unabhängig, so wie man wil und freut sich dessen, was das Erwachsenenleben eben so mit sich bringt: Ich stehe auf wann ich will, ich koche was ich will (oder koche eben nicht und bestelle mir Pizza), ich wasche wie ich will und wasche ab wann ich will. Vollkommen selbstständig und niemandem Reehenschaft schuldig. Hat vielleicht sogar eine eigene Familie.

Und dann.... dann kündigt sich Familienbesuch an und Mama kommt vorbei.

Plötzlich wird gewirbelt und getan, die Fenster geputzt, wie Fliesen gewienert, gute Bettwäsche aufgezogen, gewischt und gelüftet.

Beobachten kann ich das Phänomen an allen die ich kenne. Selbst meine Arbeitskollegin, jetzt bald 40 Jahre alt, schließt sich davon nicht aus. Sie muss sich sogar regelmäßig von ihrer Mutter anhören, wie man denn bitte "so" leben kann.
Und wir sind alle irgendwie fasziniert davon, wie Mütter das alles so schaffen.

Bei unseren Müttern glänzen die Fliesen immer, kann man jederzeit den Ofen öffnen und die T-Shirts sind militärisch akkurat gefaltet.
Bei uns sind Fliesen kalkig-matt, im Ofen wurde viel gemacht und das sieht man auch, durch die Fenster sieht man aber kaum noch was und wenn wir unsere Shirts auf den muttergefalteten Stapel legen, zerstört es das Gesamtbild.
Wie machen die das bloß?

Das fragt sich sogar die Heldenmutter, die von der Heldengroßmutter auch bis vor einiger Zeit noch ausgescholten wurde, wie es denn bitte aussähe.

Man ist und bleibt Kind.

Montag, 14. September 2009

Antiherzensangelegenheit

Oma, du grantiger, boshafter Drache. Ich brauche dich nicht. Habe ich noch nie. DU bist auf MEIN Wohlwollen angewiesen, nicht umgekehrt. Scher dich zum Donnerdrummel du blöde Gewitterziege. Und es ist mir schnurz, wenn du dich nicht mehr meldest. Und wenn du giftest, dann verlierst du. Überleg dir was du willst. Ich kann auf dich verzichten. Das würde für mich keinen Verlust bedeuten. Böse, alte Frau.
Ich schreckliches, undankbares, nicht-kümmerndes Enkelkind.
Geh' doch wo du wohnst!

*pffff*

Nachtrag: Aha, aha, aha. Nach meiner sehr direkten und unmissverständlichen Mail kann der alte Drachengreis doch tatsächlich sachlich sein. Und fast nett. Warum nicht gleich so?

Sonntag, 6. September 2009

Es hat sich ausgesommert

Ich trage Pantoffeln und eine Strickjacke. Morgens auf dem Weg zur Arbeit wünsche ich mich bereits einen Schal. Gestern Abend war das Fenster erstmals zu (ich mag's sonst lieber offen, aber es war kalt!), ich ziehe mich nach dem Duschen direkt an, der Held liegt mit aua-Ohr auf dem Sofa und Kakao schmeckt besser als Cola.
Tja. Das war's dann wohl mit Sommer.
Wir haben definitiv Herbst.
Und ich habe so garkeine Lust auf Winter!
Winter ist trist, grau, kalt und macht mich depressiv.

Obwohl ich erstmals seit viiiiiiiiiielen, vielen Jahren kein Weihnachtsgeschäft haben werde. Ich habe wieder Zeit für Weihnachten! Für Musik, Shopping, Gemütlichkeit, Kerzenschein und Keksebacken! (Mit Letzterem werde ich mich aus Gesellschaftsschutzgründen zurückhalten. Ich kann einfach nicht backen. Aber ich könnte Kekse kaufen!)

Samstag, 29. August 2009

Schallmauer

Ich mag lange Haare, deshalb habe ich welche. Mir fällt allerdings kaum mehr auf, WIE lang sie sind.
Nur, wenn ich darauf angesprochen werde, der Kater mit den Haarspitzen spielt, wenn ich am Frühstückstisch sitze und die dort so lustig vor seiner Nase rumbaumeln oder ... oder wenn ich sie interessehalber doch mal nachmesse und feststelle, dass sie genau einen Meter lang sind.
EINEN METER!
Das hat selbst mich verblüfft.

Ein Meter gesunde, schwarze, glatte Haare.

Das sind Momente, in denen ich die Gedankenspiele an modische Kurzhaarfrisuren, Buntfärbeideen und Ponyschnitte ganz weit wegschiebe.

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